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Information > Was ist ein "apallisches Syndrom"?
"...das apallische Syndrom ist kein defektiver Endzustand, sondern Durchgangssyndrom..."
Das Koma ist eine Bewussteinsstörung, bei der Wahrnehmung und Wachheit aufgehoben sind. Aus einem Koma kann sich ein apallisches Syndrom entwickeln.

Der Patient hat im Vergleich zum Koma:
  • die Augen geöffnet,
  • einen Schlaf-Wach-Rhythmus,
  • emotionale und vegetative Reaktionen,
  • eine mögliche Kontaktaufnahme zur Umwelt.
Diese Fähigkeiten sind unter Umständen veränderbar, man spricht daher auch von einem Durchgangssyndrom.

Wissenschaftliche Ergebnisse der letzten Jahre weisen eindeutig darauf hin, dass das apallische Syndrom kein defektiver Endzustand, sondern - häufiger als früher angenommen, als Durchgangssyndrom in Erscheinung treten kann.

Es wurde eindeutig nachgewiesen, dass Menschen im apallischen Syndrom nicht nur Stimulationen und menschliche Stimmen wahrnehmen, sondern auch auf einfache Weise, Reaktionen erlernen können.

Von daher kann auch mit aller Vorsicht gesagt werden, dass das gefürchtete Steckenbleiben im apallischen Syndrom nicht selten als Folge fehlender sensorischer Anregung (Therapie) angesehen werden muss und weniger als alleiniges Resultat einer Hirnschädigung.