Patientengeschichten

 

 

Patientengeschichte - Lebensfreude nicht verloren


Der Patient kam im Alter von 26 Jahren im Jahr 2016 nach einem schweren Verkehrsunfall mit Polytrauma  in unsere Intensivpflegeklinik. Bei einem Polytrauma wie in diesen Fall, erleidet die betroffene Person  gleichzeitig mehrere lebensbedrohliche Verletzungen verschiedener Körperregionen. Er hatte extrem viele Brüche und schwerste Schädelverletzungen. Bei der Aufnahme bei uns wurde er über eine PEG-Sonde, dass bedeutet über einen  künstlich angelegten Zugang von außen in den Magen, ernährt.

 

Mittlerweile wurde die PEG-Anlage entfernt. Durch ausdauerndes Schlucktraining isst er mittlerweile bereits wieder breiige Kost.  Intensive Physiotherapie und Logopädie haben dazu geführt, dass er einen Arm bewegen und dadurch sowie über Sprache wieder Zustimmung oder Ablehnung ausdrücken kann. Dadurch hat er einen wichtigen Teil seiner der Selbstbestimmung wieder erlangt.

 

Seine Lebensqualität verbessert sich in kleinen Schritten. Jeder noch so kleine Fortschritt wie das selbstständige Umblättern einer Zeitungsseite zählt. Täglich fährt er auf dem Bettfahrrad. Er hat eine große Familie, die ihn liebevoll unterstützt. Wichtige Fußballspiele werden zusammen in einer großen Gruppe auf seinem Zimmer geschaut. Seine  Eltern besuchen ihn jeden Tag.  Bei den Besuchen und im Umgang mit unserem Personal merkt man, dass er seine Lebensfreude nicht verloren hat und bereit ist, weiter zu arbeiten und zu kämpfen. Er sucht den Austausch und möchte wissen und hören, was am Tag so alles passiert ist.

 

Er nimmt an Maßnahmen der sozialen Betreuung wie Vorlesezirkeln teil. Aufgrund der guten bisherigen Behandlungs- und Therapieergebnisse in der Intensivpflegeklinik wurde  mittlerweile schon die zweite Spezial-Reha genehmigt,  mit einer guten Prognose für weitere Behandlungsfortschritte.

 

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 Patientengeschichte - Tapferer Marathonläufer


Der Patient kam im Jahr 2013 im Alter von 65 Jahren nach einer durch zu hohen Blutdruck verursachten Hirnmassenblutung in unsere Intensivpflegeklinik.  Er wurde damals bewusstlos in seinem Taxi gefunden.

Bei der Aufnahme in unserer Klinik wurde er künstlich beatmet und ernährt. Er war nicht ansprechbar und zeigte keinerlei Reaktionen und Regungen.

Mit viel Mühe und mit kleinen Schritten, aber auch mit einer sehr tapferen Haltung, durchlief der Patient intensive Therapien und Behandlungen. Nach und nach wurden dabei immer mehr Fortschritte erzielt.


Der Patient konnte von der Beatmung entwöhnt werden.  Eine künstliche Ernährung ist nicht mehr nötig. Er hat sich langsam und beharrlich wieder die Fähigkeit zu Schlucken erarbeitet. Heute kann er wieder ganz selbstständig Nahrung zu sich nehmen, wenn das Pflegepersonal ihm  diese anrichtet. Es ist ihm wichtig, die Mahlzeiten regelmäßig zusammen mit anderen Patienten in der Gruppe einzunehmen.


Täglich wird er mit dem Rollstuhl ans Waschbecken mobilisiert, damit er Teile der Grundpflege wie Gesicht waschen oder Rasieren mit dem Elektrorasierer, soweit es ihm möglich ist, eigenständig durchführt.


Auch geht es stetig mit der Sprache voran. Der Patient kann sich mitteilen, zum Beispiel auch über sein Tablet, auf dem er auch gerne einfache Spiele spielt, bei denen man würfelt oder etwas zusammenbauen muss.  Durch die  Wiedererlangung der Fähigkeit sich mitzuteilen, ist ihm wieder ein selbstbestimmtes Leben möglich. Gerne geht er auch mit den Kollegen von der sozialen Betreuung im Rollstuhl in der Sonne spazieren.


Intensive Therapien sind für die Patienten ein Marathon, den es gilt durchzuhalten.  Auch Rückschläge oder Rückschritte müssen von Zeit zu Zeit eingesteckt werden. Der Patient ist ein positives Beispiel dafür, dass dies gelingen kann.