Patientengeschiche - Aufgegeben wird nicht

Der aus Erlangen stämmige Patient erlitt im Juli 2009 im Alter von 55 Jahren einen schweren Verkehrsunfall.  Neben einer Hirnblutung und weiteren schweren Verletzungen waren mehrere Rippen, das Schlüsselbein, der 6. Brustwirbel sowie der linke Arm gebrochen. Im Anschluss an den  Krankenhausaufenthalt kam der Patient in eine Rehaeinrichtung, in der er sich erschwerend mit einem lebensbedrohlichen Keim infizierte.

 

Im Januar 2010 wurde der Patient schließlich in der Intensivpflegeklinik in Hersbruck aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt wurde er noch künstlich  beatmet.  Etwa ein halbes Jahr später war der Patient wieder in der Lage selbstständig zu atmen und den Kopf sowie den rechten Arm zu bewegen. Seine Ehefrau freute sich sehr über diese Entwicklung.  Fast zwei  Jahre nach dem Unfall konnte der Patient  dann den Kopf auch wieder selbst halten und fing wieder an zu sprechen.  Weitere zwei Jahre später konnte er  wieder selbstständig essen, wenn ihm die Speisen von den Pflegekräften angereicht und eingegeben wurden.  Schritt für Schritt wurden immer größere Fortschritte erzielt.

 

IPK Intensivpflegeklinik Familie Taubald Patientengeschichte HersbruckDie Entwicklung des Patienten verlief weiter sehr positiv bis zu einem bisherigen Höhepunkt im Jahr  2015. Für etwa sechs Monate hat der Patient  wieder viel gesprochen, viel gelacht und sogar Rechenaufgaben gelöst. Ehefrau, Mutter und Kinder des Patienten waren begeistert und überglücklich über die Fortschritte. 

 

Da die kontinuierlichen und häufigen Therapiemaßnahmen die Patienten enorm fordern und sehr anstrengend für sie sind und auch die psychischen Faktoren und Befindlichkeiten eine entscheidende  Rolle spielen,  ist es nicht ungewöhnlich, dass die Entwicklung von Intensivpflegepatienten von Zeit zu Zeit auch stagnieren oder sogar rückläufig werden kann. Eine jeweilige ganz konkrete ausschlaggebende  Ursache dafür lässt sich meist leider nicht eindeutig identifizieren.


So kam es, dass  das bisherige Hoch des Patienten leider langsam wieder nachließ. Seither ist der Zustand des Patienten wechselhaft. Zwischendurch lacht er sehr viel und ist sehr wach und aufmerksam, dann wieder ist er sehr müde, introvertiert und schläft viel.  Seine Ehefrau verliert dennoch weder Geduld noch Hoffnung. Sie ist vor einiger Zeit nach Hersbruck gezogen, um in der Nähe ihres Mannes zu sein.  Sie besucht ihn täglich und unternimmt sehr viel mit ihm. Sie  macht Spaziergänge, singt für ihren Mann und lacht mit ihm. Das Verhältnis zu den Pflegekräften und Mitarbeitern ist sehr offen und herzlich.  Zudem freut sich das Team der Intensivpflegeklinik, dass sie das Amt der Patientenbeauftragten übernommen hat.

Die Ehefrau kämpft  gemeinsam mit Pflegekräften, Therapeuten und Ärzten nach wie vor  um eine weitere Verbesserung des Zustandes. Sie ist eine sehr starke Frau und kann auch Rückschläge verarbeiten.  Sie weiß wie entscheidend eine positive Grundstimmung und ein gesunder Humor sind und dass Mitleid ihrem Mann nicht weiterhilft.

 

Mit viel Mühe und kleinen Schritten wurde die Ausgangssituation des Patienten betrachtend bisher schon sehr viel erreicht. Jeder freut sich, wenn der Patient an sozialen Veranstaltungen im Hause  teilnimmt oder mit den Pflege- und Betreuungskräften lacht. Er mag es, wenn ihm Witze erzählt werden und er sieht gerne lustige Filme.  Mit dem Logopäden werden weiterhin beharrlich Sprech- und Schluckversuche durchgeführt.  Physio- und Ergotherapeuten machen  immer wieder Gehversuche,  wenden spezielle Lagerungstechniken an,  mobilisieren den Patienten  und ergreifen jedwede Maßnahmen, um den Körper wieder beweglicher und kräftiger zu machen.  Alle am Behandlungsprozess Beteiligten freuen sich weiterhin gemeinsam über jeden Fortschritt und sind sich einig: aufgegeben wird bei uns nicht!

 

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Patientengeschichte - Lebensfreude nicht verloren


Der Patient kam im Alter von 26 Jahren im Jahr 2016 nach einem schweren Verkehrsunfall mit Polytrauma  in unsere Intensivpflegeklinik. Bei einem Polytrauma wie in diesen Fall, erleidet die betroffene Person  gleichzeitig mehrere lebensbedrohliche Verletzungen verschiedener Körperregionen. Er hatte extrem viele Brüche und schwerste Schädelverletzungen. Bei der Aufnahme bei uns wurde er über eine PEG-Sonde, dass bedeutet über einen  künstlich angelegten Zugang von außen in den Magen, ernährt.

 

Mittlerweile wurde die PEG-Anlage entfernt. Durch ausdauerndes Schlucktraining isst er mittlerweile bereits wieder breiige Kost.  Intensive Physiotherapie und Logopädie haben dazu geführt, dass er einen Arm bewegen und dadurch sowie über Sprache wieder Zustimmung oder Ablehnung ausdrücken kann. Dadurch hat er einen wichtigen Teil seiner der Selbstbestimmung wieder erlangt.

 

Seine Lebensqualität verbessert sich in kleinen Schritten. Jeder noch so kleine Fortschritt wie das selbstständige Umblättern einer Zeitungsseite zählt. Täglich fährt er auf dem Bettfahrrad. Er hat eine große Familie, die ihn liebevoll unterstützt. Wichtige Fußballspiele werden zusammen in einer großen Gruppe auf seinem Zimmer geschaut. Seine  Eltern besuchen ihn jeden Tag.  Bei den Besuchen und im Umgang mit unserem Personal merkt man, dass er seine Lebensfreude nicht verloren hat und bereit ist, weiter zu arbeiten und zu kämpfen. Er sucht den Austausch und möchte wissen und hören, was am Tag so alles passiert ist.

 

Er nimmt an Maßnahmen der sozialen Betreuung wie Vorlesezirkeln teil. Aufgrund der guten bisherigen Behandlungs- und Therapieergebnisse in der Intensivpflegeklinik wurde  mittlerweile schon die zweite Spezial-Reha genehmigt,  mit einer guten Prognose für weitere Behandlungsfortschritte.

 

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 Patientengeschichte - Tapferer Marathonläufer


Der Patient kam im Jahr 2013 im Alter von 65 Jahren nach einer durch zu hohen Blutdruck verursachten Hirnmassenblutung in unsere Intensivpflegeklinik.  Er wurde damals bewusstlos in seinem Taxi gefunden.

Bei der Aufnahme in unserer Klinik wurde er künstlich beatmet und ernährt. Er war nicht ansprechbar und zeigte keinerlei Reaktionen und Regungen.

Mit viel Mühe und mit kleinen Schritten, aber auch mit einer sehr tapferen Haltung, durchlief der Patient intensive Therapien und Behandlungen. Nach und nach wurden dabei immer mehr Fortschritte erzielt.


Der Patient konnte von der Beatmung entwöhnt werden.  Eine künstliche Ernährung ist nicht mehr nötig. Er hat sich langsam und beharrlich wieder die Fähigkeit zu Schlucken erarbeitet. Heute kann er wieder ganz selbstständig Nahrung zu sich nehmen, wenn das Pflegepersonal ihm  diese anrichtet. Es ist ihm wichtig, die Mahlzeiten regelmäßig zusammen mit anderen Patienten in der Gruppe einzunehmen.


Täglich wird er mit dem Rollstuhl ans Waschbecken mobilisiert, damit er Teile der Grundpflege wie Gesicht waschen oder Rasieren mit dem Elektrorasierer, soweit es ihm möglich ist, eigenständig durchführt.


Auch geht es stetig mit der Sprache voran. Der Patient kann sich mitteilen, zum Beispiel auch über sein Tablet, auf dem er auch gerne einfache Spiele spielt, bei denen man würfelt oder etwas zusammenbauen muss.  Durch die  Wiedererlangung der Fähigkeit sich mitzuteilen, ist ihm wieder ein selbstbestimmtes Leben möglich. Gerne geht er auch mit den Kollegen von der sozialen Betreuung im Rollstuhl in der Sonne spazieren.


Intensive Therapien sind für die Patienten ein Marathon, den es gilt durchzuhalten.  Auch Rückschläge oder Rückschritte müssen von Zeit zu Zeit eingesteckt werden. Der Patient ist ein positives Beispiel dafür, dass dies gelingen kann.

 

 

 

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