Verein Schädel-Hirnpatienten in Not e.V. zu Besuch

12.06.2015

Am Donnerstag, dem 11. Juni 2015, erhielt die IPK intensiv.pflege.klinik hohen Besuch. Armin Nentwig, der Bundesvorsitzende des Verbands „Schädel-Hirnpatienten in Not e.V." und Landrat a.D. sowie weitere Vertreter des Vereins waren zu Gast.

 

Zu Beginn des Besuchs stand natürlich der obligatorische Rundgang durch die Einrichtung auf dem Plan. Stolz präsentierten die Geschäftsführer Oliver und Mark Pokrzewinski sowie Walter Schetter das kürzlich eröffnete und neu gestaltete Untergeschoss für Wachkomapatienten.

 

Die Gestaltung aller anderen Etagen wird folgen. Die Resonanz der Gäste während der Vorstellung des Hauses war dabei durchweg positiv. „Mit diesem neuen Nutzungskonzept wollen wir uns ein Stück weit von der klassischen, klinischen Atmosphäre entfernen und damit den Wohlfühlfaktor erhöhen, ohne dabei die Versorgungsqualität in Mitleidenschaft zu ziehen", so Oliver Pokrzewinski.

 

Kooperation für die Zukunft

Im Anschluss an die kleine Besichtigungstour versammelte man sich in kleiner Runde zu einem fachlichen Gedanken- und Erfahrungsaustausch. Die Vertreter des Bundesverbands und allen voran Armin Nentwig machten dabei von Anfang an deutlich, wie froh er sei, in der IPK einen gemeinsamen Weggefährten zu haben. Oliver Pokrzewinski stellte ebenso klar, wie wichtig eine Kooperation beider Institutionen für die Zukunft ist. Ziel dieser ist dabei schließlich immer die bestmögliche Versorgung der betroffen Personen im Bereich der Intensivpflege.

 

Während des Fachgespräches, in dem es unter anderem um die aktuelle Pflegesituation, die neue Station und ambulante Wohngruppen ging, wurde der Blick schnell auf die Betreuung von Phase F-Patienten gerichtet.

 

Probleme bei der Antragstellung

Carola Wachner, stellvertretende Pflegedienstleiterin der IPK, machte diesbezüglich darauf aufmerksam, wie häufig es gerade im Bereich der Antragstellung zu Problemen kommt.

 

Zur Erklärung:

Ein Phase F-Antrag wird bei der zuständigen Krankenkasse eines Patienten eingereicht. Diese beauftragt dann den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung) mit der Überprüfung. „Dieser kommt dabei häufig zu keinem Ergebnis, weil die gesetzlichen Regelungen zur Einstufung schlichtweg zu ungenau formuliert sind", bemängelte Walter Schetter.

 

Nur durch die Zustimmung des MDK kann eine Verlegung betroffener Patienten in eine Intensivpflegeeinrichtung erfolgen. Der Verein „Schädel-Hirnpatienten in Not" jedenfalls sieht die IPK gerade für diese Gruppe der Hilfsbedürftigen sehr gut gerüstet und bot Unterstützung an, schließlich habe die IPK einiges an Argumenten vorzuweisen.

 

So hat die Einrichtung einen eigenen Arzt zur Koordination und Überwachung der Therapien sowie eine eigene Medizintechnikabteilung im Haus, welche für zusätzliche Flexibilität sorgt. Die Erfolge sprechen dabei für sich. Neun von zehn Patienten werden von der künstlichen Beatmung entwöhnt, sechs von zehn können sogar dekanüliert werden. Des Weiteren profitieren Patienten von einem ganzheitlichen Therapiekonzept mit einer hohen Anzahl an Therapieminuten. Schlussendlich geht es der intensiv.pflege.klinik um den Menschen – Wir kennen keinen Stillstand, unser Ziel ist die Aktivierung der Patienten.

  

 


Neu eingerichtetes Zimmer für Wachkomma-Patienten im Untergeschoß

IPK intensiv.pflege.klinik :: Neu renoviertes Patientenzimmer im Untergschoß

 

IPK intensiv.pflege.klinik :: Neu renoviertes Patientenzimmer im Untergschoß