IPK Intensivpflegeklinik verbleibt im ehemaligen Krankenhaus Hersbruck

21.06.2019

Trotz Schließung des Krankenhaus Hersbruck Anfang Juni sind dort nun nicht alle Betten leer oder die Flure komplett verwaist. Neben der chirurgisch-orthopädischen Gemeinschaftspraxis Dr. Johannes Seitz und Kollegen, ist auch die IPK Intensivpflegeklinik auf dem Gelände verblieben.


Die Intensivpflegeklinik ist auf die rehabilitative und ganzheitliche Versorgung schwerstpflege- und intensivpflegebedürftiger Patienten spezialisiert. Zu den Kompetenzbereichen der stationären Einrichtung gehören unter anderem Langzeitbeatmung, Beatmungsentwöhnung und Dekontamination bei resistenten Keimen. Sie verfügt am Standort Hersbruck über eine Gesamtkapazität von 20 Betten.


Die Pflegeeinrichtung arbeitet seit ihrem Einzug in die Räumlichkeiten des ehemaligen Krankenhauses im Jahr 2010 autonom und vor dessen Schließung stets in guter Kooperation mit dem Krankenhaus Hersbruck. „Wir möchten vermeiden, dass durch die Schließung des Krankenhauses und die begleitende Berichterstattung Unsicherheiten bei unseren Patienten oder deren Angehörigen entstehen“, erklärt Einrichtungsleiter Uwe Pihsowotzki. „Eine optimale Versorgung unserer Patienten ist weiterhin ohne Abstriche oder Kompromisse gewährleistet.“ Das Umfeld des Geländes biete zudem, vor allem aufgrund der großzügigen, schönen Parkanlage, ein ideales Umfeld für die therapeutische und soziale Betreuung der Pflegebedürftigen.


Beim alljährlichen Sommerfest letzte Woche kamen Patienten, Angehörige und Mitarbeiter zum gemeinsamen Grillen und einem geselligen Nachmittag im Freien zusammen. „Wir profitieren davon, dass der Standort und vor allem auch die Außenanlage einen geschützten und sicheren Raum bieten, in dem wir zusammen feiern, Spaziergänge machen und unsere Patienten so Alltägliches erleben können“, erklärt die Referentin der Intensivpflegeklinik Gabriele Lerch.


Der stationäre Bereich der Intensivpflegeeinrichtung befindet sich im 2. Obergeschoss. „Anstatt aktuell an einem Umzug zu denken, ist es vielleicht sogar eher eine Option, die vorhandene Infrastruktur intensiver zu nutzen“, so Einrichtungsleiter Uwe Pihsowotzki. Ergänzend zum zweiten Standbein der Intensivpflegeklinik in Schwaig wird der Standort in Hersbruck in jedem Fall weiterbestehen.